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Altersvorsorge

Kurz vor Renteneintritt von einer Rürup-Rente profitieren

Für zwei Personengruppen kann das Rürup-Altersvorsorgemodell richtig profitabel sein: Vorsorgesparer kurz vor der Altersrente und Rentner.
Gerade für rentennahe Jahrgänge ist die Rürup-Rente attraktiv. „Bei ihnen ist das Verhältnis zwischen der Absetzbarkeit der Beiträge und der späteren Rentenbesteuerung noch besonders günstig“, sagt Bianca Boss, Versicherungsexpertin beim Bund der Versicherten. Das Rürup-Modell erfordert grundsätzlich keine lange Ansparphase. Eine Rente lässt sich durch hohe Beitragszahlungen innerhalb weniger Jahre aufbauen – im Extremfall sogar direkt vor dem geplanten Rentenbeginn durch eine Einmalzahlung in einen Rürup-Sofortrentenvertrag. Dann beginnt die Auszahlung einer vereinbarten Rente unmittelbar danach.

Steuervorteil in der Ansparphase

Im Jahr 2020 können Anleger bis zu 25.046 Euro in einen Rürup-Vertrag investieren und davon 90 Prozent, also bis zu 22.541 Euro, steuerlich absetzen.

Versteuerung in der Rentenphase


„Einen Teil der gewährten Steuervorteile holt sich der Staat dann in der Rentenphase wieder zurück“, sagt Boss. Nach dem Steuerrecht werden Alterseinkünfte Jahr für Jahr stärker besteuert. Wer etwa 2040 Rentner wird, hat sein Alterseinkommen dann voll zu versteuern. Wer jedoch vorher in Rente geht, hat einen persönlichen betragsmäßig festgeschriebenen Rentenfreibetrag. Dieser beträgt derzeit 20 Prozent der ersten vollen Jahresbruttorente. Wer also 2020 erstmals seine Rürup-Rente erhält, braucht dauerhaft nur 80 Prozent davon zu versteuern. Danach steigt für Rentenneulinge der steuerpflichtige Anteil jeweils um ein Prozent bis im Jahr 2040 die Rürup-Rente voll zu versteuern ist. Da in der Rentenphase in der Regel der persönliche Steuersatz niedriger ist als in der Ansparphase, bleibt hier jedoch meist immer ein Vorteil.

Tipp:
„Wie hoch die steuerlichen Vorteile der Ansparphase gegenüber den Belastungen in der Rentenphase überwiegen, lässt man am besten von einem Steuerberater oder als Arbeitnehmer auch von einem Lohnsteuerhilfeverein durchkalkulieren“, empfiehlt die Münchener Steuerberaterin Erika Wacher.
von Fritz Himmel, biallo.de
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