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Umfrage

Was Deutsche über Geld sagen - und wie sie handeln

Nach einer aktuellen Umfrage sehen Geldanleger in Aktien und Gold das höchste Gewinnpotenzial. Sie handeln aber ganz anders.
So kann man sich täuschen. Vor fünf Jahren glaubten nach einer Umfrage 38 Prozent der deutschen Anleger, Gold werde in naher Zukunft die gewinnbringendste Geldanlage sein. Tatsächlich sackte der Kurs des Edelmetalls danach bis 2015 immer weiter ab. Es hat - so gesehen - sein Gutes, dass zwischen dem, was deutsche Anleger denken und was sie tun, eine große Lücke klafft: Gerade einmal neun Prozent hatten 2012 Barren oder Münzen gebunkert.

Regelmäßig fragt das Forsa-Institut im Auftrag des Goldhändlers Pro Aurum Sparer danach, welche Geldanlagen sie für besonders gewinnträchtig halten und wie sie ihr Geld für sich arbeiten lassen. Die Einschätzung von Investments scheint sich von Jahr zu Jahr zu verschieben.

Im Gegensatz zu damals bringen die Erwartungen an Gold heute nur noch bei 27 Prozent der Anleger die Augen zum Glänzen. Genauso hoch ist inzwischen der Anteil derer, die meinen, Aktien werfen die höchsten Gewinne ab. Im Jahr 2012 waren es noch zwölf Prozent. Nach wie vor wenige Anleger trauen Fonds ein sattes Plus zu, elf Prozent stufen sie als Top-Geldanlage ein - nach acht Prozent im Vorjahr; vor vier Jahren lag der Anteil schon einmal bei 13 Prozent.

Darauf stehen die Deutschen
Unverkennbar ist die Spur, die die Niedrigzinspolitik in der Einschätzung von Festgeld- und Termingeldanlagen hinterlassen hat. Seit 2011 nimmt der Anteil der Sparer ab, die diese Anlageformen an erster Stelle nennen. Während vor sechs Jahren 22 Prozent Festgeld nannten - zum Vergleich: Aktien elf Prozent -, sind es inzwischen fünf Prozent.

Soweit die Theorie. In der Praxis bevorzugen Deutsche andere Geldanlagen. Laut Umfrage rangiert die Lebensversicherung auf Platz eins. 30 Prozent geben an, dass sie so eine Police im Depot haben. Auf Platz zwei (28 %) der Anlage-Lieblinge rangieren der Bausparvertrag und der Bausparplan. Dahinter folgen Immobilien (27 %).

Die klassische Lebensversicherung mit garantierten Zinsen verliert angesichts der Zinsentwicklung zusehends an Bedeutung. Offenbar ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie vom Markt verschwindet. "Der Kunde kauft sie so gut wie nicht mehr", sagte Allianz-Deutschland-Chef Manfred Knof kürzlich der "Rheinischen Post".

Weiterhin beliebt ist Forsa zufolge das Tagesgeldkonto. 22 Prozent der Anleger mehren zumindest einen Teil ihres Geld auf diese Weise. Auf Festgeld und Termingeld setzen 14 Prozent. Erst dann folgen Aktien, 13 Prozent legen sich solche Papiere ins Depot. Goldbarren oder Münzen horten aktuell sieben Prozent, Silber haben drei Prozent.

Und auch das ist unverkennbar: Die große Gruppe unter den deutschen Sparern stellt die Fraktion Sparbuch und Sparstrumpf. Fast ein Viertel der Umfrageteilnehmer antwortet auf die Frage, welche Geldanlagen sie besitzen: keine.

Deutlich gestiegen ist in den vergangenen Jahren die Zahl der Sparer, die nicht recht wissen, wie sie ihr Geld anlegen sollen. 2011 waren es 16 Prozent, die sich verunsichert zeigten, in der aktuellen Umfrage machen sie 28 Prozent aus.

Pro Aurum-Geschäftsführer Mirko Schmidt spricht von einer ausgesprochen hohen Zahl an "Ratlosen". Darin spiegle sich ein anhaltender Anlagenotstand wider, sagt er. Sein Fazit mit Blick auf die beiden Favoriten unter Anlegern: "Aktien dürften vor allem - bedingt durch ihren mehrjährigen Aufwärtstrend - bei Anlegern extrem beliebt sein, während der Krisenschutz Gold nach dem markanten Anziehen der Inflation vor allem von den negativen Realzinsen profitiert haben dürfte."
von Manfred Fischer
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