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Altersvorsorge

Schneller Kapitalaufbau bei der Rürup-Rente

Das Altersvorsorgemodell der Rürup-Rente erfordert grundsätzlich keine lange Ansparphase. Wie wirken sich größere Einzahlungen steuerlich aus?
Mittels eines Rürup-Vertrags lässt sich eine Rente durch höhere Beitragszahlungen innerhalb weniger Jahre aufbauen – im Extremfall sogar durch eine Einmalzahlung direkt vor dem Ruhestand. Das lohnt sich durch die hohe steuerliche Förderung in der Ansparphase durchaus. Im Jahr 2020 stieg der Höchstbetrag auf 25.046 Euro (Ehepaare 50.092 Euro). Davon sind maximal 90 Prozent absetzbar. Alleinstehende können somit bis zu 22.541 Euro an Beitragszahlungen geltend machen, Verheiratete sogar 45.082 Euro.

Ab 2025 sind Einzahlungen in einen Rürup-Vertrag komplett steuerlich absetzbar

„In den kommen Jahren dürfen jährlich zusätzlich weitere zwei Prozentpunkte abgesetzt werden“, sagt die Münchner Steuerberaterin Erika Wacher. Im Jahr 2021 also 92 Prozent, 2022 bereits 94 Prozent, bis ab 2025 dann die gesamten Beiträge als Sonderausgaben angerechnet werden können. Diese Steuerbegünstigung gilt auch für bestehende Verträge.

Staat holt sich Steuervorteile in der Rentenphase zurück


„Einen Teil der gewährten Steuervorteile holt sich der Staat allerdings in der Rentenphase wieder zurück“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Entscheidend für den zu versteuernden Anteil ist jeweils das Jahr des Rentenbeginns. Dieser Aspekt könnte gerade für rentennahe Jahrgänge interessant sein. Wer 2020 erstmals seine Rürup-Rente erhält, muss 80 Prozent davon versteuern. Danach steigt der steuerpflichtige Anteil jeweils um ein Prozent, bis im Jahr 2040 Rentenneulinge ihre Rürup-Rente voll versteuern müssen.

Ein Beispiel:
Ein neuer Rürup-Vertrag ist frühestens ab 62 Jahren auszahlungsfähig, allerdings nur in Form einer lebenslangen Rente. Ein verheirateter Selbstständiger ist 61 Jahre alt und zahlt noch in diesem Jahr den Höchstbetrag von 50.092 Euro in eine Rürup-Rentenversicherung ein. Seine Rentenauszahlung soll 2021 beginnen.

Das bedeutet konkret: Er darf von seiner Beitragszahlung 90 Prozent von der Steuer abziehen, braucht ab 2021 aber dauerhaft nur 81 Prozent seiner Rente versteuern. Er kann seine Beiträge im Ansparjahr also stärker von der Steuer absetzen, als der Fiskus später auf seine Rente zugreift.
von Fritz Himmel, biallo.de
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